Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) sucht Schulen aller Schularten, die
- ihre vorhandene KI-Praxis vertiefen,
- konkrete Entwicklungsvorhaben umsetzen und
- ihre bewährte Vorgehensweise (Good Practice) im Sinne von „Schulen lernen von Schulen“ teilen möchten.
Die Kultusministerkonferenz fordert einen konstruktiven statt restriktiven Umgang mit generativer KI. Auch der Koalitionsvertrag 2026 bis 2031 für Baden-Württemberg hebt die Entwicklung einer KI-Agenda als zentrales bildungspolitisches Ziel hervor.
Das Netzwerk Zukunftsschulen KI knüpft an diese Anforderungen an. Es zeigt, wie Schulen KI verantwortungsvoll und lernförderlich nutzen können.
Zugleich stärkt das Netzwerk den Transfer zwischen Schulen: Erprobte Praxis soll nicht vereinzelt bleiben, sondern anderen Schulen Orientierung für ihren eigenen Entwicklungsprozess geben.
Das Netzwerk richtet sich an Schulen in Baden-Württemberg, die in ihrer KI-Praxis bereits fortgeschritten sind und sich weiterentwickeln möchten.
Eine Bewerbung ist insbesondere passend, wenn Ihre Schule
- KI bereits systematisch im Unterricht oder in Schulentwicklungsprozessen einsetzt,
- KI verantwortungsbewusst, didaktisch sinnvoll und rechtskonform nutzen möchte,
- sich innovative Ziele für ihren Einsatz von KI setzt,
- bereit ist, KI-bezogene Erfahrungen mit anderen Schulen zu teilen.
Wenn diese Punkte auf Ihre Schule zutreffen, können Sie sich über das Online-Formular-Tool (OFT) als Zukunftsschule KI bewerben.
Die Mitgliedschaft unterstützt Ihre Schule bei der fachlichen, didaktischen und organisatorischen Weiterentwicklung ihrer KI-Praxis.
Zukunftsschulen KI erhalten
- regelmäßige Austauschangebote mit anderen Zukunftsschulen KI,
- eine Begleitung durch KI-Fortbildnerinnen und KI-Fortbildner,
- Unterstützung bei der Entwicklung eines passgenauen Fortbildungs- und Beratungsportfolios,
- bei Bedarf Projektmittel für externe Fortbildungs- und Unterstützungsmaßnahmen,
- die Möglichkeit, die eigene Praxis über Hospitationen sichtbar zu machen,
- eine auszeichnende Plakette zur Kennzeichnung der Schule als Zukunftsschule KI,
- das Recht, das Zukunftsschulen-KI-Logo auf dem Internetauftritt ihrer Schule zu verwenden.
Fortgeschrittene Schulen profitieren damit selbst von Beratung, Vernetzung und gezielter Unterstützung. Zugleich geben sie anderen Schulen Einblick in konkrete Umsetzungswege im Unterricht, in der Schulentwicklung und beim Aufbau schulischer KI-Kompetenzen.
- Ihre Schule bewirbt sich über das Online-Formular-Tool (OFT). In der Bewerbung skizzieren Sie Ihr Entwicklungsvorhaben für eine schulweit verankerte KI-Nutzung.
- In einem Erstgespräch – möglichst vor Ort – klären Sie gemeinsam mit dem ZSL die Ausgangslage, das Vorhaben und die damit verbundenen Ziele.
- Nach einem Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz (GLK) entwickelt Ihre Schule in einer ersten Projektphase ein Zukunftsbild und ein passgenaues Fortbildungsportfolio.
- Während der Umsetzung reflektiert Ihre Schule erreichte (Teil-)Ziele. Dabei werden Gelingensbedingungen und Stolpersteine sichtbar.
- In einer zweiten Phase macht Ihre Schule die Erkenntnisse aus dem Entwicklungsprozess für andere Schulen im Netzwerk zugänglich, zum Beispiel durch Hospitationen online oder in Präsenz.
Die Laufzeit des Netzwerks beträgt zunächst drei Jahre.
Die Skizze beschreibt,
- wo Ihre Schule bei der KI-gestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung steht,
- welche Ziele sie verfolgt und
- wie sie KI verantwortungsvoll im Schulalltag verankert.
Sie sollte sowohl konzeptionelle Überlegungen als auch konkrete Umsetzungsschritte enthalten.
Die folgenden Orientierungspunkte helfen Ihnen bei der Strukturierung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie müssen nicht alle Punkte abdecken. Sie können weitere Aspekte ergänzen, wenn diese für Ihren Schulentwicklungsprozess wichtig sind.
KI-Einsatz im Unterricht
- Wie setzt Ihre Schule KI im Unterricht bereits systematisch ein?
- Wie fördern Sie KI-Kompetenzen der Lernenden gezielt?
- Wie lernen Schülerinnen und Schüler, KI-generierte Ergebnisse kritisch zu prüfen und die eigene KI-Nutzung transparent zu dokumentieren?
Pädagogisches Konzept und Lernkultur
- Welche Konzepte nutzt Ihre Schule, um Lernende mithilfe von KI individuell, systematisch und methodisch passend zu fördern?
- Welche Lernräume und Lernsettings entwickelt Ihre Schule, zum Beispiel Selbstlernphasen mit KI-Tutoren oder andere alternative Lernformate?
- Welche Konzeption hat Ihre Schule für alternative Lernformate und eine veränderte Rolle der Lehrkräfte entwickelt, zum Beispiel „Flipped Classroom“ in Kombination mit KI-Tools?
- Wie trägt Ihre Schule dazu bei, KI-Kompetenzen der Lernenden mit Blick auf ihr zukünftiges Berufs- und Alltagsleben aufzubauen?
Strukturen, Zusammenarbeit und Fortbildung
- Welche Formen der Zusammenarbeit im Kollegium hat Ihre Schule zur KI-Nutzung etabliert, zum Beispiel schulinterne Mikro-Fortbildungen?
- Welche Unterstützungsstrukturen gibt es schulweit und zielgruppenübergreifend?
- Wie richtet Ihre Schule die schulinterne Fortbildungsplanung an KI-Kompetenzen der Lehrkräfte aus?
Standards, Verantwortung und Transparenz
- Welche schulischen Standards gelten für die Nutzung von KI durch Lehrende und Lernende?
- Welche gemeinsame Vision hat Ihre Schule für einen pädagogisch sinnvollen und verantwortungsvollen Umgang mit KI entwickelt?
Infrastruktur und digitale Arbeitsgrundlagen
- Wie hat Ihre Schule die IT-Infrastruktur nach pädagogischen Gesichtspunkten gestaltet?
- Welche digitalen Arbeitsgrundlagen erleichtern die KI-Nutzung, zum Beispiel vorstrukturierte KI-Anwendungen oder Promptbibliotheken?