Die Schulbuchzulassungsverordnung unterscheidet bei den zulassungspflichtigen Schulbüchern zwischen
- dem Begutachtungsverfahren und
- dem vereinfachten Verfahren.
Im vereinfachten Verfahren bestätigen die Verlage in einer Selbstverpflichtungserklärung die Einhaltung der Zulassungsvoraussetzungen. Im folgenden Merkblatt für Schulbuchverlage sind die Kriterien der Zulassung im Detail aufgeführt.
Im Merkblatt für Schulbuchverlage (Stand Januar 2023) sind die Kriterien der Zulassung aufgeführt, die sowohl bei der Selbstverpflichtungserklärung als auch bei Gutachten zu beachten sind.
„Merkblatt Schulbuchzulassung. Informationen für Schulbuchverlage, Schulbuchgutachterinnen und Schulbuchgutachter“ (barrierearme PDF-Datei)
Ergänzende Hinweise zum Verfahren der Schulbuchzulassung Baden-Württemberg sind unter FAQ – Häufige Fragen veröffentlicht.
Um die Antragstellung zu erleichtern und um Nachfragen beziehungsweise Nachforderungen zu reduzieren, wurden für die verschiedenen Antragstellungen Formulare entwickelt. Diese Antragsformulare können wahlweise ohne Änderung verwendet oder als Grundlage für Verlagsvorlagen herangezogen werden.
Die Antragsformulare für Verlage senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu. Schreiben Sie dazu bitte eine E-Mail an schulbuchzulassung@zsl.kv.bwl.de.
Digitale Medien sind Druckwerken gleichgestellt. Demnach unterliegen zulassungspflichtige digitale Medien den gleichen Zulassungsvoraussetzungen wie die Druckwerke. Sie müssen somit unter anderem als notwendiges Lernmittel im Lernmittelverzeichnis ausgewiesen sein sowie in der Regel inhaltlich ein oder mehrere Schuljahre umfassen.
Für jedes digitale Medium, das als Schulbuch zugelassen werden soll, ist ein eigener Zulassungsantrag zu stellen. Dies ist unabhängig von der Umsetzungskonzeption, zum Beispiel eine inhaltsgleiche PDF zum Druckwerk, eine mediale Erweiterung (zum Beispiel als Teilband zu einem Druckwerk) oder ein vom Druckwerk unabhängiges Medium.
Digitale Schulbücher auf Verlagsservern können kontinuierlich verbessert und aktualisiert werden. Beim Antrag auf Zulassung ist daher ein Datum der eingereichten Endfassung anzugeben. Der Zulassungsbescheid bezieht sich auf die Version mit diesem Datum.
Während der Prüfung auf Zulassung darf die Einreichungsfassung nicht geändert werden beziehungsweise die Änderungen müssen unverzüglich angezeigt werden, damit diese bei der Zulassungsentscheidung berücksichtigt werden können.
Anders als in Druckwerken können Mängel in digitalen Medien bei der Zulassung mit der Auflage der Beseitigung in einer Neuauflage leicht in mehreren Schritten behoben werden.
Jede sukzessive Veränderung ist anzuzeigen.
Nach Beseitigung aller Mängel beantragt der Verlag beziehungsweise Anbieter die endgültige Zulassung. Es ist jeweils anzuzeigen, was zu welchem Zeitpunkt geändert wurde.
Grundsätzlich muss auch die Selbstverpflichtungserklärung (im vereinfachten Verfahren) erneuert werden.
Bei entsprechenden Teiländerungen wird die Zulassung mit Auflage aufrechterhalten. Eine Änderung der Zulassung ist nach Prüfung der Änderung möglich.
Digitale Medien leben von der Aktualität. So können Online-Materialien ausgetauscht und ergänzt werden, wobei hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Zulassung Folgendes zu beachten ist:
Jede nachträgliche Überarbeitung wird als Neuauflage behandelt. Auch hier ist anzuzeigen und deutlich auszuweisen, was geändert wurde.
Grundsätzlich muss auch die Selbstverpflichtungserklärung (im vereinfachten Verfahren) erneuert werden.
Eine Änderung der Zulassung ist nach Prüfung der Änderung möglich.
Bei wesentlichen Änderungen ist ein neuer Zulassungsantrag erforderlich.
Die Zulassung von Schulbüchern umfasst nach den derzeitigen Vorgaben der Schulbuchzulassungsverordnung nicht die Prüfung, ob bei digitalen Werken die rechtlichen Vorgaben des Landesdatenschutzes eingehalten werden. Die Einhaltung dieser rechtlichen Vorgaben liegt deshalb in der Verantwortung der Schulen.