Die Stärken der Schulen sichtbar machen, ein verbindliches Bildungsminimum sichern und flexiblere Bildungswege ermöglichen: Diese Perspektiven skizzierte Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke in seinem Abschiedsvortrag „Die Schule der Zukunft“.
Am 13. Oktober 2026 wurde Prof. Dr. Riecke-Baulecke, Präsident des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL),
feierlich verabschiedet. Kultusminister Andreas Jung würdigte ihn als Macher,
Gestalter und Visionär, der Veränderungen entschlossen voranbrachte. Er hob seinen Einsatz für Bildungsqualität,
Chancengleichheit, datenbasierte Schulentwicklung und die Stärkung der Basiskompetenzen hervor: „Sie haben Exzellenz eingebracht
und hinterlassen Spuren in unserer Bildungslandschaft, die weit über Ihre Amtszeit hinausgehen werden.“
Prof. Dr. Ulrich Trautwein betonte, Riecke-Baulecke habe die Evidenzorientierung als Leitprinzip hochgehalten. In seinem Bestreben, Forschungserkenntnisse in praktische Angebote zu übertragen, war er ein Gewinn für das Land wie für die Wissenschaft.
Heike Schmoll von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zeigte sich beeindruckt von Riecke-Bauleckes Leistungen. Sie würdigte die Einführung des Lesebands und seinen Einsatz für wissenschaftsbasierte Unterrichtsqualität. Dabei unterstrich sie ein Anliegen Riecke-Bauleckes: Das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.
Das ZSL-Leitungsteam blickte auf 7,5 Jahre Aufbauarbeit zurück. Zu den Meilensteinen zählen
- die Digitalisierung der Lehrkräftefortbildung,
- „Starke BASIS!“, der Aufbau des KI-Zentrums Schule in Heilbronn
- sowie die Zusammenarbeit mit Prof. John Hattie.
Drei Fragen prägten Riecke-Bauleckes Wirken
- Tun wir das Richtige für unsere Schülerinnen und Schüler?
- Tun wir das Richtige richtig?
- Prüfen wir, ob unser Handeln tatsächlich wirkt?
Das Leitungsteam dankte ihm für seinen Mut, seinen Gestaltungswillen, seine Innovationskraft und seine unermüdliche Energie.
In seinem Vortrag sprach Riecke-Baulecke mit Nachdruck über Schule als sozialen Interaktionsraum: Kommunikation, Schreiben, Kunst, Musik und Bewegung seien unverzichtbar. KI könne als Lerntrainer helfen, dürfe eigenständiges Denken aber nicht ersetzen. Schule müsse alle Schülerinnen und Schüler zu bestmöglichen Leistungen befähigen – mit Rückmeldungen, die Lernfortschritte sichtbar machen und den weiteren Weg weisen.
Riecke-Baulecke dankte den Mitarbeitenden des ZSL sowie den Partnern in der Kultusverwaltung für die Zusammenarbeit. Beim
anschließenden Empfang blieb Raum für persönliche Gespräche. Das ZSL dankt seinem scheidenden Präsidenten für
sein außergewöhnliches Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Weiterführende Informationen
Pressemitteilung des Kultusministeriums zur Verabschiedung des ZSL-Präsidenten Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke.