Schule von den Lernenden her denken – Führung für wirksames Lernen und gelingendes Miteinander
Bei der Sommerakademie für Schulleitungen 2026 des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg (ZSL) in Kooperation mit der Heraeus Bildungsstiftung drehte sich vom 1. bis 3. September 2026 in Bad Wildbad alles um die Frage, wie schulische Führung Lernen konsequent aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler fördern kann.
Im Mittelpunkt stand „Leadership for Learning“. Schulleitungen aus allen Schularten reflektierten ihr Führungsverständnis und die Wirkung ihres Handelns auf Lernprozesse und entwickelten Strategien für lernförderliche Strukturen in Unterricht, Teamarbeit und Schulorganisation. Ziel war es, Lernfreude, Verantwortung und Leistungsbereitschaft zu stärken.
Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Präsident des ZSL, eröffnete die Sommerakademie, bevor Martin Fugmann, geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, ein Grußwort an die Schulleitungen richtete. Prof. Dr. Ulrike Krein beleuchtete in ihrer Keynote „Lernen und Führen in der digitalen Transformation“ Chancen und Herausforderungen schulischer Führung in einer zunehmend digital geprägten Bildungswelt. Prof. Dr. Ulrich Trautwein gab Impulse zur Selbstregulation im Bildungssystem.
Kultusminister Andreas Jung richtete ein Grußwort an die
Schulleitungen und trat mit ihnen in den Dialog. In Gesprächsrunden informierte er sich über aktuelle Anliegen und
Herausforderungen der schulischen Praxis. Die Schulleitungen konnten dabei ihre Erfahrungen und Perspektiven unmittelbar einbringen.
Beide Tage der Sommerakademie standen im Zeichen der schulischen Umsetzung
Gemeinsam mit Trainerinnen und Trainern der Heraeus Bildungsstiftung arbeiteten die Teilnehmenden praxisnah an vier Themen:
- Auswirkungen von Haltung und Verhalten von Führungskräften auf die Lernkultur,
- kollegiale Prozesse für den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern,
- Kriterien für Lernerfolg sowie
- wirksame Hebel von Führungskräften für Lernerfolg.
Weitere Foren mit Expertinnen und Experten aus dem Bildungsbereich widmeten sich neurowissenschaftlichen Perspektiven auf:
- Lernen,
- systemischer Gesprächsführung,
- pädagogischen Grenzsituationen,
- Raumgestaltung,
- Feedback-Kultur,
- sichtbarem Lernen,
- Selfcare und Resilienz sowie
- Beteiligung und partizipativer Schul- und Unterrichtsentwicklung.
Auch die Nutzung von Feedback, Daten und Evaluation für wirksame Schulentwicklung sowie verlässliche Strukturen, die
Sicherheit, Orientierung und Handlungsfähigkeit ermöglichen, standen im Fokus.
Die Sommerakademie bot viel Raum für professionellen Austausch, Vernetzung und neue Impulse für die eigene
Führungsarbeit. Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis machten die drei Tage zu einer wertvollen Gelegenheit, schulische
Führung gemeinsam weiterzudenken.
Wir danken allen Mitwirkenden sowie den Schulleitungen für den engagierten Austausch und eine gelungene Sommerakademie 2026.