Preisverleihung des zweiten Schulpreises „Demokratie und Werte (er)leben“

Lesezeit:
  • Teilen

Große Anerkennung für gelebte Demokratiebildung: Sieben Schulen aus Baden-Württemberg wurden beim überregionalen Netzwerktreffen „Demokratie und Werte (er)leben“ im Stuttgarter Rathaus mit dem gleichnamigen Schulpreis ausgezeichnet. Staatssekretär Andreas Deuschle MdL und Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Präsident des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL), überreichten die Auszeichnung gemeinsam mit einer unabhängigen Jury*. Der Schulpreis macht erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar, würdigt besondere Ideen für Demokratie- und Wertebildung und stärkt die Vernetzung engagierter Schulen.

Insgesamt hatten sich 31 Schulen aller Schularten um den Schulpreis beworben. Die sieben Preisträgerschulen erhalten jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro. Gefördert wird die Schulpreisverleihung von der Hopp Foundation und der Karl-Schlecht-Stiftung. 

Diesjährige Preisträgerschulen

  • Hexentalschule Merzhausen (GS)
  • Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe (GMS)
  • Schule am Bürgle March (GMS)
  • Freihof-Realschule Kirchheim unter Teck (RS)
  • Gustav-Schönleber-Schule Bietigheim-Bissingen (SBBZ-Lernen)
  • Moll-Gymnasium Mannheim (GYM)
  • Wilhelm-Röpke-Schule Ettlingen (BS)

Staatssekretär Andreas Deuschle betonte die Bedeutung gelebter Demokratiebildung: „Die ausgezeichneten Schulen zeigen eindrucksvoll, wie Beteiligung, Verantwortung und respektvolles Miteinander im Schulalltag funktionieren. Kinder und Jugendliche brauchen Fähigkeiten und Werte, um unsere Demokratie zu stärken und zu gestalten – besonders in Zeiten, in denen die Grundwerte unserer Gesellschaft unter Druck stehen.“

Gemeinsam diskutierten Schülerinnen und Schüler sowie Schulleitungen mit Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Andreas Deuschle, Sibylle Thelen (Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg) und Jun.-Prof. Dr. Steve Kenner, wie Demokratiebildung im Schulalltag wirksam gestaltet werden kann und welche Voraussetzungen junge Menschen brauchen, um Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen.

Prof. Dr. Riecke-Baulecke hob die Bedeutung einer lebendigen Gesprächskultur an Schulen hervor. Demokratie lebe davon, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen, miteinander im Dialog zu bleiben und Schülerinnen und Schülern Raum für Mitgestaltung zu geben. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, bewährte Projekte stärker sichtbar zu machen und erfolgreiche Ideen zwischen Schulen zu teilen.

Am Nachmittag boten Barcamp-Sessions Raum für den Austausch konkreter Praxisbeispiele, Erfahrungen und neuer Ideen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, voneinander zu lernen, Herausforderungen zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Das Netzwerktreffen zeigte eindrucksvoll, mit wie viel Kreativität, Engagement und Ideenreichtum Demokratie und Werte an Baden-Württembergs Schulen gelebt werden. Zugleich setzte die Veranstaltung wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit im landesweiten Netzwerk „Demokratie und Werte (er)leben“.

*Jury: Dr. Michael Blume, Gepa Häusslein, Frank Henssler, Jun.-Prof. Dr. Steve Kenner, Prof. Dr. Beate Rosenzweig und Sibylle Thelen.