Das „Forum Zukunftsschulen“ war ein großer Erfolg. Fast 100 Lehrkräfte und Netzwerkaktive kamen am 9. Februar 2026 in Esslingen zusammen.
Die Veranstaltung des Referats „Digitalisierung“ des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) verband wissenschaftliche Impulse mit qualifizierenden Workshops und einem „Marktplatz der Möglichkeiten“. Im Mittelpunkt standen die Schulentwicklungsprozesse in den Profilbereichen „Digitales Lernen und Lehren“ sowie „3D erleben“ – mit dem Ziel, Forschung und Praxis zu verzahnen und den landesweiten Austausch zu stärken.
- Unter dem Titel „Umgang mit Digitalität auf Schulebene“ stellte Lisa Schlüter (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) Ergebnisse qualitativer Studien vor. Im Fokus standen organisationale Bedingungen und Gelingensfaktoren digitaler Schulentwicklung. Silke Müller-Lehmann ergänzte Perspektiven zur Organisationsentwicklung als Grundlage. Deutlich wurde: Erfolgreiche digitale Schulentwicklung braucht sowohl pädagogische Konzepte als auch tragfähige Strukturen und abgestimmte Prozesse.
- In den Workshops standen praxisnahe Themen im Mittelpunkt. Im Profilbereich „3D erleben“ ging es unter anderem um Laser-Cutting und Making unter Berücksichtigung der geltenden Bestimmungen der Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW). Zudem wurden Fragen digitaler Souveränität, Entwicklungen im Bereich sozialer Medien (zum Beispiel Fediverse) und veränderte Anforderungen an Netzwerkberatende diskutiert.
- Der „Marktplatz der Möglichkeiten“ bot Raum für Austausch mit Bildungspartnern und Einblicke in gelingende Making-Projekte. Benjamin Trefs betonte die Bedeutung des praktischen Arbeitens, während Michael Schurk hervorhob, wie wichtig Zusammenarbeit im Netzwerk und im Kollegium für erfolgreiche Schulentwicklung ist.
Auf die Frage „Wer kann schon alles?“, antworteten die Teilnehmenden: „Niemand. Stattdessen sind es das Netzwerk und die Arbeit im Kollegium vor Ort, womit Making und Schulentwicklung vorankommen können, unterstützt vom ZSL.“
Die Veranstaltung zeigte: Forschung liefert eine zentrale Grundlage für die strategische Ausrichtung digitaler Schulentwicklung. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmenden direkt umsetzbare Impulse für ihre Praxis. Neue Kontakte, verlässliche Kommunikationswege und die Vernetzung mit wissenschaftlicher Begleitung stärken die Zukunftsschulen nachhaltig.