Programm

Im Mittelpunkt dieser Fortbildung steht das kunstpädagogische Konzept der Ästhetischen Forschung. Es knüpft an die Grundhaltung des forschenden Lernens an und fördert prozessorientiertes, experimentelles und eigenständiges Arbeiten im Kunstunterricht gezielt. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, eigene Fragestellungen zu entwickeln und diese in selbstständig geplanten Projekten mit künstlerischen Mitteln zu bearbeiten.

Die Fortbildung gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Phasen. Zu Beginn erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in das Konzept der Ästhetischen Forschung. Es werden grundlegende Ansätze kunstpädagogischer Projektarbeit vorgestellt, wobei der Fokus auf der fragenden Haltung und der Subjektorientierung als Kern dieses Ansatzes liegt.

In der Erprobungsphase arbeiten die Teilnehmenden dann intensiv künstlerisch-praktisch an eigenen Fragestellungen. Ausgangspunkte sind dabei künstlerische Positionen der Gegenwartskunst sowie Bezüge zur persönlichen Lebenswelt. Der Arbeitsprozess ist offen und experimentell und wird durch kontinuierliche Reflexion begleitet.

Abschließend präsentieren die Teilnehmenden ihre künstlerischen Projekte in der Gruppe. Die Prozesse werden gemeinsam ausgewertet und Möglichkeiten der Übertragung in die eigene Unterrichtspraxis erarbeitet.

Das Konzept der Ästhetischen Forschung unterstützt eine forschende und individuell geprägte Lernkultur im Kunstunterricht. Es fördert die Selbstständigkeit, Kreativität und Reflexionsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • verfügen über fundierte Kenntnisse des kunstpädagogischen Konzepts der Ästhetischen Forschung und kennen konkrete Ansätze für dessen Umsetzung im schulischen Kontext,
  • sind in der Lage, künstlerische Projektarbeit, die auf prozessorientiertem, experimentellem und forschendem Lernen basieren, zu planen, zu strukturieren und im Unterricht umzusetzen,
  • erkennen und nutzen sie die Potenziale des fächerübergreifenden Arbeitens im Fach Kunst, insbesondere im Hinblick auf lebensweltliche Bezüge und interdisziplinäre Fragestellungen.

Leitung

Dr. Henrike Plegge, akademische Rätin im Institut für Kunst an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe