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01.03.2022

Drei Jahre ZSL

Am 1. März 2019 wurde das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) als Landesoberbehörde errichtet. – Ein Blick auf Erreichtes.

Aufbauprozess

Der Aufbau der Landesoberbehörde Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) mit seinen sechs Regionalstellen in Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart und Tübingen einschließlich der Eingliederung der Außenstellen Bad Wildbad, Comburg, Esslingen, Ludwigsburg und Schloss Rotenfels ist mit Infrastruktur und weitgehend auch Personal abgeschlossen.

Qualitätsdialog 

Das ZSL ist von Beginn an mit allen schulischen Akteuren, der Wissenschaft, der Wirtschaft und mit Stiftungen im Gespräch, um in einer Kultur des Zuhörens und Hinsehens Unterstützungsbedarfe zu ermitteln und Rückmeldungen zu erhalten.

Inzwischen haben über 150 entsprechende Veranstaltungen mit über 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattgefunden. Der Qualitätsdialog wird fortgesetzt.

Fortbildung

Das ZSL gewährleistete die Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und entwickelte sie weiter.

  • LFB-Online ist die Plattform zur Buchung von Fortbildungen für Lehrkräfte.
  • Blended Learning ist in der Fortbildung eingeführt.
  • In der Online-Vortragsreihe IMPULSE präsentieren Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft aktuelle und relevante schulische Themen.

Ausbildung

Während der ersten drei Jahre des ZSL standen im Bereich Ausbildung folgende Themen im Mittelpunkt:

  • die Sicherung der Ausbildung angehender Lehrerinnen und Lehrer an den Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte,
  • die Verzahnung mit der Fortbildung und
  • Überlegungen zur Weiterentwicklung der Lehrkräfteausbildung.

Fachteamstruktur

Zur systematischen Verknüpfung von Ausbildung und Fortbildung hat das ZSL eine Fachteamstruktur aufgebaut. In den Fachteams stimmen Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Fortbildnerinnen und Fortbildner Fragen im jeweiligen Unterrichtsfach aufeinander ab.

Inzwischen gibt es 520 regionale Fachteams und 116 Landesfachteams und Landesfachkoordinatorinnen und Landesfachkoordinatoren.

Unterrichtsfeedbackbogen

„Qualitätsentwicklung durch Unterrichtsbeobachtung und Feedback“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des ZSL mit dem Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW).

Auf Grundlage wertschätzender Reflexion von Unterricht durch Beobachtung und Feedback sollen Impulse für die qualitative Weiterentwicklung des Fachunterrichts gegeben werden. 

Stärkung der Basiskompetenzen

Starke Basis!

Im Projekt „Starke Basis!“ entwickelt das ZSL gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine unterrichtsbezogene und prozessbegleitende Fortbildungskonzeption für die Klassen eins bis acht in den Fächern Deutsch und Mathematik.

64 Bausteine werden erstellt, die zentrale Lernaufgaben beim Kompetenzerwerb vor dem Hintergrund fachdidaktischer und lernpsychologischer Erkenntnisse enthalten und mit Unterstützungsmaterialien für die Lehrkräfte ergänzt werden.

Textprofis

Im Projekt „Textprofis“ geht es um die Stärkung der Basiskompetenzen in Lesen und Schreiben an Haupt- und Werkrealschulen. 60 Schulen nehmen an dem Projekt teil.

Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, das die Materialien entwickelt.

Reaktion auf die Corona-Pandemie

Das ZSL hat umgehend auf die durch die Corona-Pandemie bedingten Herausforderungen reagiert und sein Angebot entsprechend angepasst beziehungsweise erweitert:

  • Es erfolgte eine Umsteuerung auf digitale Fortbildungsformate und zusätzliche Fortbildungen zum digitalen Lernen.
  • Das ZSL baute in kurzer Zeit die Webseiten lernen über@ll auf. Diese bieten seitdem zahlreiche Unterstützungen für den Fernunterricht und den Einsatz digitaler Werkzeuge.
  • Es stellte einen Methodenpool für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien bereit.
  • Moodle und BigBlueButton erfuhren einen Ausbau mit Anleitungen und Beispielkursen.
  • Das ZSL bietet itslearning-Kurse und -Materialien an.

Lernen mit Rückenwind

Das ZSL unterstützt die Schulen im Programm des Kultusministeriums Baden-Württemberg mit zahlreichen Materialien und Förderkonzepten auf den Seiten „lernen über@ll“ > „Förderprogramm Lernen mit Rückenwind“.

Digitalkongress

Am 2. Oktober 2021 fand vom ZSL initiiert und organisiert der erste große Digitalkongress „Vernetzt! Lernen und Lehren im Zeitalter der Digitalität“ statt.

In Workshops und Vorträgen wurden Anregungen für die gewinnbringende Nutzung digitaler Medien in Schule und Unterricht gegeben.

Digitalisierung

Moodle

Alle Schulen in Baden-Württemberg verfügen über Moodle. Die Weiterentwicklung von Moodle steht in der Verantwortung des ZSL. Moodle bietet Zugang zu Lernmanagementsystemen, die das Land Baden-Württemberg zur Verfügung stellt.

Über MOOVE BW werden Moodle-Kurse „ready to use“ für alle Schularten angeboten.

BigBlueButton (BBB)

Das ZSL unterstützt 1.500 Schulen, die das Videokonferenztool BigBlueButton nutzen.

Weiterführende Informationen zum BigBlueButton finden Sie auf dem Lehrerfortbildungsserver.

Bildungspläne

Das ZSL hat neue Bildungspläne für die Beruflichen Gymnasien sowie neue Bildungspläne für die Sonderpädagogik entwickelt.

Projekt „PRIMA!Baden-Württemberg“

PRIMA!BW ist ein Kooperationsprojekt des ZSL und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, ermöglicht durch die Dieter Schwarz Stiftung.

Es verfolgt

  • die Stärkung der MINT-Bildung (Naturphänomene und Technik) einerseits und
  • die Stärkung der Fachlichkeit der Lehrkräfte andererseits.

Demokratiebildung

  • Die ZSL-Regionalstellen führten Barcamps zum Leitfaden Demokratiebildung mit dem Ziel der Vernetzung durch.
  • Das ZSL prüfte Schulbücher auf mögliche antisemitische Stereotype.

Sommerakademie für Schulleitungen

Bereits zweimal hat das ZSL in Kooperation mit der Heraeus Bildungsstiftung zum Ende der Sommerferien mit großer Resonanz die Sommerakademie für schulische Führungskräfte ausgerichtet.

Beratung

Die auf das ZSL übergegangenen Beratungsaufgaben wurden in der ZSL-Zentrale, den Regionalstellen und den Schulpsychologischen Beratungsstellen unvermindert fortgeführt. Der Bereich Beratung gewann durch die Corona-Pandemie zusätzlich an Bedeutung.

 

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